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Büro und so…

Wie machen andere das? Frage ich mich. Die, die jeden Tag 8 Stunden im Büro arbeiten und danach noch zum Sport und auch noch ein soziales Leben haben, eine saubere Wohnung und Essen im Kühlschrank, wie machen die das? Ich habe gerade mal 4-6 Stunden am Tag was zu tun und bin komplett am Ende! Dann fällt mir ein: die Wochenenden! Die haben Wochenenden! Die wissen immer genau wann sie arbeiten müssen und wann sie frei haben werden. Da kann sich ein Rhythmus einstellen, der Körper kann sich gewöhnen.

Dann betrachte ich mein Leben und verstehe irgendwie warum ich so müde bin. Abgesehen davon, dass ich leicht hypersensibel bin, was es manchmal schwierig macht mit der Welt als solche klar zu kommen und Gefühle anderer von mir zu trennen und dazu führt, dass ich einfach mehr Schlaf brauche als andere – habe ich auch einfach ein Leben, in das kein Rhythmus kommt. Versteht mich nicht falsch, ich habe mir das gewissermaßen selber ausgesucht und irgendwie gefällt es mir auch. Mir würde unfassbar langweilig werden, wenn ich jeden Tag an denselben Ort gehen und dieselben Leute sehen müsste. Deshalb liebe ich mein Leben, eigentlich. Nur nicht, wenn ich keine freien Tage mehr habe.

Ich kann euch ja mal diese und nächste Woche ungefähr schildern, damit ihr in etwa versteht was ich meine. Also, am Montag habe ich einen neuen Nebenjob angefangen, ich helfe stundenweise im Büro einer halbprivaten Hochschule bei der Studentenaquise aus. Jeweils vier Stunden an drei Tagen pro Woche. Am Dienstag war ich ebenfalls dort, danach fuhr ich direkt zum wöchentlichen Central Meeting des Network Marketing Businesses, das ich aufbaue (darüber erzähl ich vielleicht auch mal mehr), dann war ich um 21 Uhr zu Hause und habe mich für die anstehende Leseprobe am Mittwoch vorbereitet. Am Mittwoch dann, war ich um 10 Uhr bei der ersten Probe von dem neuen Theaterprojekt, in dem ich mitspiele Yesterday Never Died heißt das Ding und wird am 7.4. aufgeführt (man merke, das ist in drei Wochen!), nach der Probe bin ich nach Hause gefahren, habe etwas gegessen, Text und Songs gelernt bis mein Herzensfreund C nach Hause gekommen ist und wir uns eine Folge Start up angeguckt haben. Die erste Hälfte der Folge habe ich gestrickt (habe eine Mütze in Auftrag bekommen), die zweite Hälfte habe ich dagegen angekämpft einzuschlafen, als mir die Augen doch zufielen hat C mich ins Bett geschickt.

Heute hatte ich schon beim Aufstehen Mörderkopfschmerzen, also habe ich mich noch mal kurz hingelegt. „Damit ich abends mehr schaffe“ dachte ich. Nach dem ich dann den ganzen Nachmittag vor dem Laptop saß und potentiellen Studenten Mails geschrieben hab, sind die Kopfschmerzen noch immer da. Deswegen auch meine Frage: Wie schaffen die das?

Die nächsten Wochen sehen so aus; Morgen: 9:30 Probe, 13:30 Shooting, Abends Geburtstag einer Freundin, den ich nicht verpassen darf. Samstag: 11:00 Probe, 18:00 Abfahrt nach Neuenhagen, das ist bei Berlin, dauert etwa drei Stunden. Sonntag: 13 Uhr im Theater Positionen markieren, Kostüme sortieren, Requisiten vorbereiten, schminken, 16 Uhr Vorstellung von Robin Hood junior, danach Autogramme, abschminken, umziehen, verräumen, packen, essen und zurückfahren. Montag: 9:00 Nebenjob 1 im Lager bis 14 Uhr, danach ins Büro bis 18-19 Uhr, Dienstag Büro 12-17, dann Central Meeting, Mittwoch Probe 10-15, abends Präsentation, Donnerstag Büro 13-18, dann C’s Studenten bei ihrer Vorstellung zusehen, Freitag Drehtag (weiß man nie wie lang die werden), Samstag Probe 10-20 Uhr, Sonntag (Sommerzeit! Shit!!) Fahrt nach Seevetal, 16 Uhr Robin Hood, danach wieder zurück.

Und so geht es ungefähr weiter bis in die Osterwoche.

Das ist nicht schlimm, ich will mich nicht beschweren, ich bin unendlich froh, dass ich arbeiten darf und dabei sogar Geld verdiene (leider nicht selbstverständlich in meiner Welt). Ich bin dankbar. Ich bin aber auch dankbar, dass es nur für ein paar Wochen so ist.

Ein Teil von mir findet das sogar geil! Ein Teil von mir steht so darauf, bisschen gehetzt zu werden, von einem Ort zum nächsten zu rennen, abends Listen machen müssen, damit man nichts vergisst… Aber ein Teil von mir sagt : Sei bloß vorsichtig! Du bist für so ein Pensum nicht gemacht!

Die Wochenenden, es sind die Wochenenden. Und der bezahlte Urlaub.

Mein Urlaub besteht aus „Du hast keine Arbeit, also kriegst du auch kein Geld“ und dem damit verbundenen emotionalen Stress, der daraus resultiert nicht zu wissen, wo die nächste Monatsmiete herkommen soll.

Ich nehme mir jetzt etwas vor: Ich will Kraft schöpfen aus dem, was ich tue. Ich tue ja tolle Sachen, die mir Spaß machen, auf die gehofft und für die ich gekämpft habe. Da werde ich meine Kraft schöpfen.

Ich sag euch dann wies geklappt hat!

 

Bis denne

E

 

 

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